Schreiben Sie über RW-Seminararbeit hier.
RW-Backup
RW-Gliederung
- Einleitung
Worum geht es in der Arbeit
- Entstehungsgeschichte des RW
-- Zeitlicher und räumlicher Kontext
Wann und wo wurde RW gesprochen?
-- Sprechergemeinschaft
Wer sprach RW?
--- Geheimsprache
Die Geheimhaltungsfunktion des RW
--- Identifikationsmittel
Gruppenzugehörigkeit anhand von Sprache
- Sprachliche Merkmale
-- RW und andere Bezeichnungen
Das Wort RW
-- Vokabular
--- Deutsche Einflüße
Wortbildung/Beispiele
--- Jiddisch-Hebräische Einflüße
Entlehnung/Beispiele
--- Zigeunersprachliche Einflüße
Entlehnung/Beispiele
--- Weitere Einflüße
Niederländisch und romanische Einflüße
- Weg des RW in die Alltagssprache
Wie kam das RW in den Duden? Schüler- und Studentensprache
- Fazit
Darum ist das RW im Duden und auch gaunersprachliches
Einleitungen
1.Die deutsche Gaunersprache, auch unter dem Namen \emph{Rotwelsch} oder allgemeiner \emph{Argot} bekannt, hat seit ihrer ersten Erwähnung im 13. Jahrhundert eine lange Entwicklung hinter sich, deren Spuren sich auch heute noch im deutschen Universalwörterbuch belegen lassen.Hierin werden auch heute noch 77 Einträge als gaunersprachlich vermerkt. xx andere Ausdrücke tragen sogar den Hinweis "`rotwelsch"'. Was zunächst wenig spektakulär erscheint, blickt in Wahrheit aber auf eine spannende Geschichte zurück, die zahlreiche Fragen aufwirft. So beispielsweise "`Was ist Gaunersprache?"', "`Seit wann gibt es sie?"' und natürlich auch "`Wer spricht Gaunersprache?"'. \\
Diese Arbeit soll die wichtigsten dieser Fragen beantworten, und einen Einblick in den aktuellen Stand der Argot-Forschung geben. Darüberhinaus werden einige Erklärungsansätze diskutiert, wie rotwelsche Elemente in die Alltagssprache Einzug halten konnte.
\cite[S.21]{bausani:70}:"`Argot und argotartige Geheimsprachen sind mehr oder weniger über die ganze Erde verbreitet, von Sardinien bis Zentralasien.
2.
Im Universalwörterbuch des Duden-Verlags finden sich insgesamt 77 als gaunersprachlich gekennzeichnete Einträge. Wenn man davon ausgeht, dass der Duden die gegenwärtige Standardsprache verzeichnet, so stellt sich zugleich die Frage, wie gaunersprachliche Ausdrücke ihren Weg in den Standardwortschatz gefunden haben. Darüberhinaus bedarf es einer Klärung, was überhaupt unter "`Gaunersprache"' zu verstehen ist.
Eben jenen Fragen widmet sich die Argot-Forschung. Argot, so definiert es das Lexikon der Sprachwissenschaft, ist einerseits die "`dem Rotwelsch entsprechende Sondersprache der französischen Bettler und Gauner des Mittelalters"', andererseits, in einem weiteren Sinn verwendet, "`jede Form von Sondersprache (Geheimsprache) einer sozial abgegrenzten (häufig als asozial abgestempelten) Gruppe, die vor allem durch ihren spezifischen Wortschatz von der Standardsprache abweicht."'\footcite[S.92]{bussmann}
Argot wird im folgenden ausschließlich in der zweiten Bedeutung verwendet. Auf der ganzen Erde finden sich Argot und argotartige Geheimsprachen\footcite[S.21]{bausani:70}, von denen in Deutschland das Rotwelsche die größte Rolle gespielt hat. Inwiefern Rotwelsch mit der Gaunersprache des Duden übereinstimmt, soll im Folgenden erörtert werden. Hierzu bedarf es zunächst einer genaueren Betrachtung des Rotwelschen. Wer sind seine Sprecher und wie verhält es sich mit sprachlichen Besonderheiten? Schließlich sollen auch beispielhaft einige Wege aufgezeigt werden, über die das Rotwelsche wahrscheinlich seinen Einzug in die Alltagssprache gefunden hat.
Die Sprechergemeinschaft des Rotwelschen war in etwa identisch mit der Gemeinschaft des fahrenden Volks. Zu diesem zählten jedoch nicht nur Gauner und Bettler, sondern Menschen unterschiedlichster Herkunft und Berufe. Neben Geistlichen und Studenten zählten auch Söldner, Spielleute, Kaufleute und wandernde Handwerker zu den sogenannten Vaganten. Als Sammelbezeichnung etablierte sich "der fünfte Stand" (vgl. Wolf:56).
Unterscheidung ehrliche, unehrliche Handwerke.